Das Team von Mittelalterfeste.com:
Das Waschweib
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Was mich zu Mittelalterfesten brachte:
Ein Zufall musste es wohl sein. Ein Bericht in der lokalen Zeitung und ein Bild von einem Narren. Dann war da das Ausfallen eines Termins und dem plötzlich Vorhanden sein von Freizeit. Es war spät abends, als wir nach Schörfling kamen, die Zelte waren schon verschlossen, aber... da war Musik. Musik mit Trommeln...
Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich Musik liebe, so wie der Klang von Trommeln mit meinem Geist immer um die Vorherrschaft meiner Füsse kämpft. Genauso, dass ich Geschichte mag, interessiert bin und mich dennoch nicht mit Studenten dieses Fachs messen möchte. Dann wäre da meine Ausbildung im textilen und grafischen Bereich, wobei ersteres mir ermöglichte, die Entwicklung von Mode und den Materialien, die wir zuletzt in unseren Gewandungen verwenden, von der Pike auf kennen zu lernen. Die Wandlung von Damals bis zum Heute im textil-technischen Bereich und vieles mehr. Das grafische meiner Ausbildung liess natürlich nicht fehlen, von der Begründung des Buchdrucks – Guthenberg und Söhne – zu erfahren. Zeichnen, Malen und Musik, wohl wertvolle Hinweise dafür, dass ich nicht nur mit dem Auge schaue und dem Ohr höre.
So war es wohl, um es dramatisch aus zu drücken, vorbestimmt, dass mich das Gefühl gefangen nahm. Damals in Schörfling zum ersten Mal. Die Gerüche, die in der Luft lagen, die Geräusche, die sich zu Klang von Schalmei und Trommel mischten. Die Laune und Stimmung der Leute, die um die Spielleut – damals Frauen – einen Halbkreis bildeten. Zu erfahren mit allen Sinnen, was für mich Mittelaltermärkte und – feste noch heute so besonders macht. Zu erleben, dass es durchaus auch Veranstaltungen gibt, die auf mich nicht so oberflächlich wirkten. Keine Sauferei, keine Prügelei – ach Welt, um wie viel wärst du ärmer, ohne deine Geschichte... und eben diese Feste.
Was mich an Mittelalterfesten fasziniert:
Das hab ich wohl in den Zeilen zuvor schon beantwortet. Feste dieser Art sind anders und um so viel interessanter. Denn zu jedem Fest gehört Musik. Musiker, die auf nicht alltäglichen Instrumenten spielen. Lagergruppen, die sich intensiv mit der Thematik auseinander setzen. Kaufleut, in alter Manier..
Die Stimmung, die ich erlebe mit Haut und Haar. Die Akteure, schillernde Persönlichkeiten für sich. Tiefsinnige Gespräche – manchmal ;)
Und etwas, dass Besucher, Akteur und Schausteller verbindet. Die Freude an der Sache, die den Grund bereitet, dass man all das erfahren kann.
Und, vielleicht mag es nur ein Trugschluss sein... aber selten sehe ich so viel Kinderlachen an einem Ort, als bei solchen Festen.
Warum Berichte und Fotos von Mittelalterfesten:
Hm... warum eigentlich. Warum setze ich mich vor den PC und versuche Eindrücke und Erlebnisse zu virtuellem Papier zu bringen. Eine leichte Frage, die ziemlich schwer zu beantworten ist.
Vielleicht erstmal, wie ich dazu kam. Mein Partner war es, der damit begann – aus einem Zufall heraus. Und irgendwie, da wir ja doch meist zu zweit unterwegs sind, ergab das eine das andere.
Ich schreibe gern – oft kleine Geschichten oder Märchen und meist für die Schublade oder ich quäle meine junge Verwandtschaft damit. Einen Bericht über einen Markt zu schreiben war neu und ist noch immer interessant.
Wobei sich die Geister scheiden möchten, wie ein Bericht denn zu schreiben sei. So sei hier erwähnt, dass es eben Erlebnisberichte sind, durch die Augen eines Besuchers gesehen. So bleibt es immer persönlich, geprägt von Eindrücken, die ich eben selbst hatte. Ich habe noch immer Spass, wenn ich ein Mittelalterfest besuche und dabei soll es auch bleiben. So sind meine Zeilen nicht durchtränkt von skandalträchtigen Umständen oder Miss-Ständen hinter den Kulissen. Wer so etwas sucht, soll weiter suchen... oder diverse Zeitungen aufblättern, die schräg gehalten das Blut der Opfer durchsickern lassen. Das hat nichts mit Schönschreiberei zu tun oder dem Verschliessen meiner Augen vor solchen Umständen. Ich will nur nicht verkommen zu einem Racheengel, der vielleicht diese Dinge gar nicht selber erlebt hat. Ich will mich nicht missbrauchen lassen, um die Meinung anderer breit zu treten und nicht mal das Hintergrundwissen zu haben. Ich möchte keinen Beitrag gestalten, wie ein 10-Fehler-Suchbild.
Darum schreibe ich so, wie man es lesen kann. Wenn das auf Interesse stösst, freut es mich umso mehr.
Ich finde, jede Veranstaltung hat seine Chance verdient, besser oder authentischer oder schöner oder was auch immer zu werden. Meine Zeilen sind ein Feedback, wie es für mich war. Wenn Veranstalter meinen „Bericht" lesen – gut – trägt er dazu bei, dass sie den einen oder anderen Punkt überlegen – klasse, ich bin begeistert!
Ob es die richtige Veranstaltung für Frau Maier oder Herrn Karl ist, dass müssen die wohl selbst entscheiden und abwägen. Und wirklich beantworten können Herr und Frau wohl erst, wenn sie selbst dieses Fest erlebt haben und sich ihre EIGENE Meinung gebildet haben.
Fotos sind für mich Werkzeuge, um Erlebtes ein zu fangen, Worte zu unterstützen und Bilder im Kopfe zu erleichtern.
Was ich mir von Mittealterfeste.com erwarte:
Tja, was erwarte ich mir von dieser Seite. Ich schmunzle neben meinem Schreiben gerade: Viele Fotos, am besten noch am selben Tag online! Da sollte ich mich wohl selbst am besten am Kragen nehmen.
Hier ist wohl der rechte Zeitpunkt, zu erwähnen, dass meines Wissens jeder bei dieser Seite in seiner Freizeit mitwirkt. Böse Zungen mögen behaupten: Ach, wie unprofessionell! Ich aber denke, dass Professionalität nichts mit Beruf zu tun hat. Wohl eher mit Engagement, Spass, Berufung und Leidenschaft bei der Sache.
Was erwarte ich mir noch? Erlebnisse von anderen, Treffpunkt von Gleichgesinnten und Möglichkeit, Kontakte zu schliessen.
Ankündigungen von Terminen, mit denen ich meine Freizeit füllen kann, bis sie platzt!
Und vielleicht entwickelt sich Mittelalterfeste.com zu einer Plattform, um Wissen und Details an zu häufen, um regen Austausch zu verwirklichen.
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